Freitag, 14. August 2009

Es steht uns etwas bevor...

Liebe Freunde, bald ist es wieder soweit. Am 27. September wird gewählt und nach dem Ende der Sommerpause beginnt er wieder, der Wahlkampf. Wer Lust hat, kann jetzt schon ein wenig anfangen. Und weil es für den Einstieg immer leichter ist, sich an realen Beispielen zu orientieren, bietet Netzpolitik.org dafür den CDU-Plakat-Remixer.
Im Moment kann leider nur der Bundes-Innen-Wolfgang gesampelt werden, aber das wird sich sicherlich noch ändern.

Und damit Ihr seht, dass spielen auch Spaß machen kann, habe ich schon einmal ein wenig vorgespielt.
So macht Wahlkampf Spaß.
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Donnerstag, 13. August 2009

Ohne Worte V

Gefunden auf Zeit.de. Passt zwar nicht wirklich hier rein, aber irgendwie kann ich es Euch dennoch nicht vorenthalten:


Beste Urban Legend, wo gibt:

Als Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte, sagte er nicht nur den berühmten Satz mit dem großen und dem kleinen Schritt, sondern auch, kurz bevor er wieder in die Mondfähre stieg, den rätselhaften Gruß: “Viel Glück, Mr. Gorsky!”
Viele Amerikaner dachten, es wäre eine lockere Bemerkung für irgendeinen sowjetischen Kosmonauten-Konkurrenten. Allerdings fand man weder im sowjetischen noch im US-amerikanischen Raumfahrtprogramm diesen Namen. Jahrelang wurde Armstrong auf diese Bemerkung angesprochen, hüllte sich aber immer in Schweigen – und lächelte nur.

Am 5. Juli 1995 brachte ein Reporter die Frage, nach 26 Jahren, wieder einmal zur Sprache. Dieses Mal antwortete Armstrong endlich. Mr. Gorsky war mittlerweile verstorben, weshalb Armstrong fand, er könne das Rätsel auflösen.
Als er ein kleine Junge war, spielte er mit einem Freund im Garten Baseball, als ein Ball im Garten der Nachbarn landete. Die Nachbarn hießen Mr. und Mrs. Gorsky.
Als der kleine Neil den Ball holen ging, konnte er hören, wie Mrs. Gorsky ihrem Mann zubrüllte: “Oralverkehr? Du willst Oralverkehr? Wenn der Junge von nebenan auf den Mond fliegt, kriegst du Oralverkehr!”

Dienstag, 11. August 2009

Der Busen der Anderen

Da ist sie wieder: Die Diskussion zur Ästhetik einer Politikerin im Allgemeinen und der der Kanzlerin im Speziellen. Pünktlich zur Wahl wird wieder gespöttelt, es wird über völlig unwichtige Dinge debattiert, ein Dekolleté rückt ins Zentrum des medialen Interesses. Klingt absurd? Ist es auch.

Stein des Anstoßes ist Vera Lengsfeld. Der aufgeklärte Leser wird sie als DDR-Bürgerrechtlerin in Erinnerung haben; vielleicht auch als Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Das alles aber rückt ganz offenbar in den Hintergrund, nun da sie mit dem Busen der Kanzlerin und ihrem eigenen Vorbau Wahlwerbung betreibt. So zumindest ist die Lesart eines nicht unerheblichen Teils der deutschen Presselandschaft. Vom "Busenwahlkampf" ist die Rede.
Die Plakate von Frau Lengsfeld präsentieren dabei keineswegs Anstößiges. Im Grunde zeigt sie nicht mehr als zwei Damen in Abendrobe und darunter den Slogan „Wir haben mehr zu bieten“. Mehr Geschmack? Mehr Rockumfang? Mehr Schleppe? Oder gar mehr Politiker aus den neuen Bundesländern? Mal ehrlich: wer Bild und Text sofort zum Gedanken „Die haben Titten“ fusioniert, ist selbst schuld. Wer diesen Gedanken, diese so schön portionierte Zweideutigkeit, dann zumindest mit einem amüsierten Lächeln hinnimmt, dem sei gratuliert. Alle anderen sollten ihre eigene Borniertheit nicht auch noch öffentlichkeitswirksam zur Schau tragen. Auf den Plakaten ist nichts anderes zur Schau gestellt als zwei durchschnittliche, reifere Damen und damit ein durchaus repräsentativer Spiegel der Gesellschaft, deren weibliche Hälfte in etwa so aussieht, mal so aussah oder später so aussehen wird.
Liebe Landsleute, so ist es nun einmal beschaffen, das weibliche Dekolleté fernab von Fernsehen und Mode.

Die Diskussionen um Frau Merkel und ihr Äußeres ist ohnehin nicht neu und hin und wieder scheint sie sich wieder selbst beleben zu wollen. Wir erinnern uns schließlich alle an die ewigen Schmähungen ihrer Garderobe oder ihrer Frisur. Fragt sich nur, warum? Warum hat sich nie jemand über den im eigenen Fett beinah ertrinkenden Altkanzler Kohl so echauffiert wie über die Karo-Jacketts von Merkel? Warum sind die Geheimratsecken von Willy Brandt niemals so diskutiert worden wie das Volumen des Haupthaars der Bundeskanzlerin?
Ich glaube mich nicht weit aus dem Fenster lehnen zu müssen um zu sagen, dass sie sich durch einen Umstand ganz entschieden von ihren Vorgängern abhebt: Sie ist kein Mann. Und daran hat sich die konservative deutsche Seele noch immer nicht gewöhnt. Ministerinnen kennt man mittlerweile, daran nimmt niemand mehr gesonderten Anstoß. Aber eine Kanzlerin… Oder gar eine Wahlkämpferin mit Humor… Nein, das ist dem deutschen Wahlvolk und dem der Meinungsreflexion verpflichteten deutschen Feuilleton nicht zuzumuten. Darüber muss lang und breit debattiert werden.

Schwachsinn.