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Montag, 1. März 2010
Mittwoch, 24. Februar 2010
Wie es aus dem Wald ruft, ohne dass man hinein schreit
Frau Margot Käßmann, Bischöfin und Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, hat sich bei einer Trunkenheitsfahrt erwischen lassen. Das ist nicht schön und zeugt in dieser Hinsicht von bestenfalls eingeschränktem Verantwortungsgefühl. Keine Frage. Aber damit steht Frau Käßmann doch keinesfalls allein. Wie oft passiert es denn jeden Tag in Deutschland, dass ein Trunkenheitsfahrer aufgegriffen wird? Schlimmer noch: um wie viel höher liegt die Summe derer, die nicht erwischt werden?
Dass nun die reflexartigen Rufe nach einem Rücktritt laut werden, ist nichts weiter als der Ausdruck einer festgefahrenen Denkweise und mangelhafter Reflexion der Sachlage. Treffender ausgedrückt: er ist pure Polemik.
Natürlich muss Frau Käßmann die Konsequenzen ihrer Tat tragen. Sie wird sich gerichtlich verantworten müssen. Natürlich darf man von Frau Käßmann allein ihres Amtes wegen erwarten, dass sie darüber hinaus persönliche Konsequenzen trägt.
Die aber sollten der Sache gerecht werden. Und genau hier besteht das Missverhältnis. Oder hat irgendjemand den mehr oder minder ehrenwerten Bischof Mixa nach dessen verbaler Irrfahrt zur sexuellen Revolution zum Rücktritt aufgefordert? Wo diese doch kausal mit seinem Amt zu tun hatte? Oder Westerwelle? Oder, oder, oder...
Sachdienlich wäre die Forderung, Frau Käßmann möge ihren Führerschein freiwillig (dauerhaft?) abgeben. Über die Sinnigkeit einer solchen Forderung ließe sich freilich dennoch streiten. Zumindest aber wäre sie mal eine willkommene Abwechslung in der orchestrierten Litanei der immer gleichen und fehlgeleiteten Rufe nach Rücktritt.
Nachtrag I: Die Süddeutsche Zeitung hält ein dezentes und dennoch treffendes Plädoyer für einen Verbleib Käßmanns im Amt. Sehr schön und in jedem einzelnen Punkt sehr treffend.
Nachtrag II: Nachdem sich der Rat der EKD geschlossen hinter Käßmann gestellt hat, sollte das Thema wieder vom Tisch genommen werden können.
Dass nun die reflexartigen Rufe nach einem Rücktritt laut werden, ist nichts weiter als der Ausdruck einer festgefahrenen Denkweise und mangelhafter Reflexion der Sachlage. Treffender ausgedrückt: er ist pure Polemik.
Natürlich muss Frau Käßmann die Konsequenzen ihrer Tat tragen. Sie wird sich gerichtlich verantworten müssen. Natürlich darf man von Frau Käßmann allein ihres Amtes wegen erwarten, dass sie darüber hinaus persönliche Konsequenzen trägt.
Die aber sollten der Sache gerecht werden. Und genau hier besteht das Missverhältnis. Oder hat irgendjemand den mehr oder minder ehrenwerten Bischof Mixa nach dessen verbaler Irrfahrt zur sexuellen Revolution zum Rücktritt aufgefordert? Wo diese doch kausal mit seinem Amt zu tun hatte? Oder Westerwelle? Oder, oder, oder...
Sachdienlich wäre die Forderung, Frau Käßmann möge ihren Führerschein freiwillig (dauerhaft?) abgeben. Über die Sinnigkeit einer solchen Forderung ließe sich freilich dennoch streiten. Zumindest aber wäre sie mal eine willkommene Abwechslung in der orchestrierten Litanei der immer gleichen und fehlgeleiteten Rufe nach Rücktritt.
Nachtrag I: Die Süddeutsche Zeitung hält ein dezentes und dennoch treffendes Plädoyer für einen Verbleib Käßmanns im Amt. Sehr schön und in jedem einzelnen Punkt sehr treffend.
Nachtrag II: Nachdem sich der Rat der EKD geschlossen hinter Käßmann gestellt hat, sollte das Thema wieder vom Tisch genommen werden können.
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