Diesmal ist es der
Online-Ableger der Süddeutschen, die mich zu einem Beitrag hinreißt, der nur deswegen nicht schneller zustande gekommen ist, weil ich mich vom Kopfschütteltrauma erholen musste.
Dort heißt es nämlich, dass der Bund überlegt, Chipkarten für Kinder von Hartz-IV-unterstützten Eltern einzuführen, auf denen ein Guthaben gespeichert wird, das ihnen (also den Kindern) die Teilnahme am kinder-kulturellen Leben (beispielsweise dem Zoo) ermöglicht. Das klingt für mich nach einer guten Sache. Immerhin wird auf diese Weise der Ausgrenzung eben jener Kinder aus der Lebenswirklichkeit vieler (besser situierter) Gleichaltriger vorgebeugt.
Aber, man halte sich fest, der Hauptgeschäftsführer des paritätischen Wohlfahrtsverbandes sieht das irgendwie ganz anders. Für ihn ist die Ausgabe der Karte an Kinder von Hartz-IV-Empfängern eine (Zitat) "Diskriminierung und Stigmatisierung".
Bitte erkläre mir das mal einer: Wenn diese Kinder nicht in den Zoo gehen können, ist das eine Stigmatisierung. Wenn sie es dann können aber auch?
Sorry, ich versteh's nicht.