Mittwoch, 14. Juli 2010

Umgang mit dem Burka-Verbot

Die französische Nationalversammlung hat dem Burka-Verbot zugestimmt. Während ich dazu aber bisher nur warme und wirkungslose Worte gefunden habe, hat Nase-Bohren.de eine ganz pragmatische Ansicht zur Problematik der Durchsetzung des Verbots gefunden:



Insofern: halb so wild.

Dienstag, 13. Juli 2010

Feminismus andersherum betrachtet

Der Mädchenblog bietet Frauen wie mir viel Gelegenheiten, mich mit anderen Gleichgesinnten auszutauschen. Auch dort habe ich veröffentlicht, was ich meiner Leserschaft hier nicht vorenthalten will:

Und es gibt ihn doch: den männlichen Geburtspfleger. Der Onlineableger der Zeit berichtet über den einzigen Mann unter 17000 registrieren Hebammen in Deutschland. Ich fand das großartig (erinnert mich daran, dass ich vor der Geburt meines ersten Kindes nach Dresden ziehe).

Weit weniger großartig finde ich allerdings, dass sich der Hebammenverband so distanziert und kühl dazu äußert, dass man glauben könnte, der gute Mann verfolge mit seiner Berufswahl böswillige Absichten. Da werden Argumentationen bemüht, die mich in ihrer eklatant mangelnden Legitimation an dunkle Zeiten des frühen Feminismus denken lassen: Er wisse ja nicht, wie es sich anfühlt, ein Kind auf die Welt zu bringen und die meisten Frauen wünschten sich ja ohnehin eine geschlechtssensible Geburtsbegleitung.
Ganz abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass sich eine Entbindung immer gleich anfühlt, kann ich mit großer Sicherheit sagen, dass zwei Drittel der Hebammen in meinem Bekanntenkreis, (noch) nicht Mutter sind. Und was die Geschlechtssensibilität angeht: Dem Argument folgend dürfte kaum eine Frau einen männlichen Gynäkologen aufsuchen.

Die traurige Wahrheit ist vielmehr, dass sich einige Besitzstandswahrerinnen nicht damit abfinden können, dass auch Männer in Frauendomänen vordringen möchten (wie es andersherum ja mehr und mehr der Fall war und ist). Schlimm daran ist vor allem, dass sie damit alle Bemühungen einer vollständigen Gleichbehandlung der Geschlechter Steine in den Weg legen.
Irgendwie hatte ich von Frauen, die sich der Problematik nicht überall vorhandener Akzeptanz eigentlich bewusster sein sollten als Männer, mehr erwartet.

Montag, 12. Juli 2010

Günther Netzer geht

Nachdem mich Oliver Kahn als WM-Kommentator im Dienste des ZDF überaus positiv überrascht hat, ging doch ein Kelch wieder nicht vorbei am Fernsehzuschauer: Günther Netzer kommentierte die von der ARD übertragenen Spiele zusammen mit seinem devoten Co-Moderator Gerhard Delling. Nicht zum ersten Mal kam in mir die Frage auf, wofür die Öffentlich-Rechtlichen eigentlich Gebühren haben wollen.

Seit heute weiß ich eine mögliche Antwort: Günter Netzer geht. Die ARD hat ein Einsehen und und sich ihre Juli-Gebühren damit verdient. Wobei diese zur Hälfte einbehalten werden sollten, weil die Entscheidung erst so spät gefallen ist. Hätte man da nicht vor der WM schon drauf kommen können?

Samstag, 10. Juli 2010

Spiele töten keine Menschen

Der beste Ehemann von allem hat sich zu den jüngsten Deklarationen des Aktionsbündnis Winnenden geäußert. Lesenswert und messerscharf erkannt. Lest selbst.

Ohne Worte VII

'I am Beautiful' by Joshua & Nathan Flynn from Joshua Flynn on Vimeo.